«Lenny ist…» im Fussballcamp

Kooperation

Spass mit dem Ball

Im Fussballcamp von TST Trend Sport Travel wird jeweils eine Woche lang gedribbelt, gepasst und geschossen. Züriost hat das Camp in Winterthur besucht und die Kinder einen Nachmittag lang begleitet.

von
Lennart
Langer
Uhr

Beste Fussballbedingungen im Fussballcamp in Winterthur. (Video: Chiara Coniglio)

Basri Baslangic wird emotional und gestikuliert wild, um seinen Worten mehr Gewicht zu verleihen. Das Verhalten einiger Fussballstars an der diesjährigen Fussball-WM in Russland hat den Trainer frustriert. Die Spieler seien schlechte Vorbilder. Ständig würden nun die Nachwuchsfussballer etwa den brasilianischen Star Neymar nachahmen und sich auf dem Boden winden. Um zu veranschaulichen, welches Verhalten er meint, wirft er sich gleich selbst in den Rasen und demonstriert das inzwischen weltweit bekannte und für Neymar typische Leiden.

Baslangic ist eigentlich Trainer der C-Juniorinnen des SC Veltheim. Während einer Woche trainiert er aber zusammen mit einigen Kollegen die Mädchen und Buben im Fussballcamp von TST Trend Sport Travel, das auf dem Sportplatz Flüeli in Winterthur stattfindet. «Ich möchte den jungen Menschen Sport und Fairness vermitteln», sagt der Coach bevor er sein flammendes Plädoyer für fairen Sport und gegenseitigen Respekt folgen lässt.

Eine intensive Fussballwoche

Bei seinen Schützlingen ist Baslangic beliebt und steckt mit seiner Leidenschaft für den Fussball an. Er trainiert in dieser Woche einige der jüngsten Teilnehmer. Eingeteilt wurden die Kids in fünf Gruppen, jeweils nach Alter und Körpergrösse gegliedert. Die Jüngsten sind erst fünf Jahre alt, die Ältesten bringen mit 14 Jahren schon einiges an Erfahrung mit auf den Platz.

Die Campwoche ist intensiv: Zwei Trainingseinheiten stehen pro Tag jeweils an. Eine lange am Morgen und eine kurze am Nachmittag. Zum Tagesabschluss werden dann noch eine Stunde lang Trainingspartien ausgetragen. Die Kids würden aber sowieso immer nur spielen wollen, sagt Campleiter André Cornioley. «Schon nach einer Viertelstunde fragen sie: Machemer es Mätschli?» Diesem Wunsch würden die Trainer auch möglichst oft nachgeben. Denn Cornioley möchte im Camp vor allem eines vermitteln: «Spass mit dem Ball.»

Cristiano Ronaldo als grosses Vorbild

Wenn es nach Coach Baslangic geht, wird aus fast jedem Teilnehmer ein guter Fussballer: «Es kommen nicht immer nur super Fussballspieler zu mir. Aber sie bringen zwei Füsse und ihren Willen mit und haben ein grosses Potential. Und dann beginnen wir Fussball zu spielen. Das macht mir eine unglaublich grosse Freude.» Baslangic ist mit seiner Leidenschaft und Begeisterung nicht nur ein sportliches Vorbild für die Kids, sondern gleichzeitig auch Ansprechperson während der ganzen Woche.

Die Kinder fühlen sich wohl in der Obhut von Baslangic und seinen Kollegen. «Wir haben super Trainer bekommen und sie bleiben immer chillig, wenn wir etwas falsch gemacht haben», sagt etwa der 9-jährige Amir. Später möchte Amir einmal für die Schweizer Nati und Real Madrid spielen. Das grosse Vorbild? «Cristiano Ronaldo!» Der Portugiese ist für viele ein Idol. Und obwohl der Portugiese inzwischen zu Juventus Turin gewechselt hat, bleibt Real Madrid die Traumdestination der jungen Fussballer. Wie weit die Kids es schaffen werden, wird sich noch zeigen. Baslangic ist indes überzeugt, dass sie «ein Leben lang gegeneinander spielen werden». Sei es mit Manchester United oder dem FC Barcelona.

TST Trend Sport Travel organisiert jeweils sechs bis acht Fussballcamps pro Jahr zur Ferienzeit in der Deutschschweiz.

Die nächsten Fussballcamp-Termine:

13.08. – 17.08.         Egg, Sportanlage Kirchwies
15.10. – 19.10.         Uster, Buchholz

Weitere Informationen finden Sie auf fussballcamps.ch

Autor: Lennart
Langer

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