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Eiserne Jungfrauen und harte Typen im Hallenstadion

Die britische Metallegende Iron Maiden spielten ein Best Of-Programm im Rahmen derer «Legacy Of The Beast»-Tour.

von
Reto
Rüegg
Uhr

(Foto: John McMurtrie)

Die 1975 gegründete und seit den 1980er-Jahren als eine der beständigsten und kommerziell erfolgreichsten Metal-Bands geltende Truppe ist derzeit wieder auf einer «History/Hits»-Tournee unterwegs.

Nach der erfolgreichen Album-Tour «Book Of Souls» in den Jahren 2016/2017 steht nun wieder eine Hits-Konzertreihe an. Bandmanager Rob Smallford erklärte kürzlich, weshalb dies seit einigen Jahren Usus wurde: «Wir haben viele Gründe, aus denen wir gerne so vorgehen, nicht zuletzt, weil es der Band die Gelegenheit gibt, sowohl neues Material als auch alte Favoriten zu spielen, von denen wir wissen, dass die Fans sie gerne hören. So bleibt das Erlebnis frisch, nicht nur für die Fans, sondern auch für die Band.» Nachdem die Band Ende Mai in Estland startete, im Juni vorwiegend Deutschland bespielte, lief die sechsköpfige Kombo um Bruce Dickinson und Bandchef und Bassist Steve Harris, nach einem Abstecher nach Mailand, gestern pünktlich um 21.00 ins Zürcher Hallenstadion ein.

Treues Publikum in Zürich

Vorher heizte die US-amerikanische Hard-Rock-/Thrash-Metal-Band Tremonti das Stadion auf. Schnell war jedoch klar - die 11'000 Konzertbesucher waren hier um ihre langjährige Lieblingsband zu sehen. Kaum an einem anderen Konzert wird soviel Merchandise verkauft wie bei Maiden-Konzerten. Dies wurde einmal mehr bestätigt, indem fast jeder zweite Konzertbesucher, vorwiegend männlich und mittlerweile auch etwas angejahrt, ein Band-T-Shirt trug. Bei nur wenigen anderen Bands sind deren Fans über Jahrzehnte so loyal und impulsiv wie bei Iron Maiden. Dies zeigte sich bereits zum Konzertauftakt. Die Leute gingen mit von Anfang bis Schluss. Händereckend, luftgitarrespielend, hüpfend, mitgrölend, schreiend und was auch immer noch dazu beitrug das Hallenstadion in einen Hexenkessel zu verwandeln. Kriegsmotive, düstertheatralische Bühnenbilder, Zombifiguren (natürlich fehlte auch das Bandmaskottschen Eddie nicht) sind auch im Jahre 2018 feste Bestandteile einer Iron Maiden-Show um als Kulisse für deren Überhits wie «The Evil Men Do», «Run To The Hills», «666 - The Number Of The Beast», «2 Minutes To Midnight», «Aces High», «The Trooper» oder der epische, nach der Band benannte Song «Iron Maiden» zu dienen. Aber auch die Mannen von Maiden selbst, mittlerweile alle um die 60, zeigten sich in gewohnt frischer Spielmanier. Die bisher sehr erfolgreiche Tour wird im Juli und August weitere Städte in Europa besuchen und findet im 2019 weitere Fortsetzung.

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Autor: Reto
Rüegg

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