WM-Euphorie: Ustermer Polizisten zeigen viel Humor

Im Züriost-Blog Einwurf dreht sich alles um die Fussball-WM in Russland. Unsere Redaktoren thematisieren Aufwühlendes, Kurioses, Witziges oder Nachdenkliches. Heute: Die Stadtpolizei Uster und ihren Hinweis zum Fanverhalten im Strassenverkehr.

von
Mike
Gadient
Uhr

Das Public Viewing auf dem Zeughausareal in Uster war am Wochenende gut besucht – den Partien Portugal – Spanien (Freitag) und Brasilien – Schweiz (Sonntag) sei Dank. Nicht nur vor der Grossleinwand wurden die drei Tore von Cristiano Ronaldo oder Yann Sommers Paraden ausgelassen bejubelt. Autofahrten mit heruntergelassenen Scheiben und jubelnden Insassen rund um den Ustermer Nashornkreisel gehören bei jedem Fussballgrossereignis dazu.

Die BIlder zum Public Viewing am Freitagabend in Uster:

Die Stadtpolizei Uster will zwar nicht auf die Euphoriebremse treten, weist auf Facebook aber darauf hin, dass Autocorsos grundsätzlich verboten seien, weil sie Bewilligungspflichtig wären. «Fahrzeugführende und Mitfahrende dürfen keine Gegenstände – somit auch keine Fahnen – aus dem Fahrzeug hinaus halten oder werfen», heisst es in der Mitteilung weiter. Ebenso ist das Hinauslehnen oder die Fahrt auf der Motorhaube oder auf dem Dach verboten.

Erlaubt – nicht erlaubt

Witzig und sympathisch sind die Bilder, welche dem Facebook-Beitrag beigefügt sind. Das eine zeigt, was beim Autofahren nicht erlaubt ist:  

  • Fahnen aller Art, in die Seitenscheibe des Autos einklemmen.
     
  • Fahnen, welche die Sicht der Fahrzeugführer einschränken.
     
  • Fahnenstangen aus Holz oder anderem Material, das nicht splittersicher ist.
     
  • Das Hinaushalten oder Hinauswerfen von Fahnen aus den Fahrzeugfenstern.

 

Dieses Bild zeigt, was beim Autofahren erlaubt ist:

 

  • Ansteckfähnchen für die Seitenscheibe, wenn sie bei leichtem Druck genügend nachgeben und splittersicher sind.
     
  • Fähnchen, die niemanden gefährden und nicht herunterfallen können.
     
  • Überzieher für Rückspiegel, die Spiegelflächen und allfällige Richtungsblinker am Rückspiegel nicht verdecken.
     
  • Motorhaubenfahnen, die satt an der Motorhaube anliegen. Die Motorhaubenfahne darf unter keinen Umständen ins Sichtfeld des Lenkers kommen oder sich lösen können.

Streifenwagen ohne Fahne

Anfangs Mai war es, als die Stadtpolizei Uster ihre Aktivitäten auf Social Media intensivierte. Die Aufmachung und der Umgangston kommen bei den Followern nicht erst seit diesem Beitrag rund um die WM an.

Übrigens: Die Fanartikel am Fahrzeug der Stadtpolizei Uster wurden wieder entfernt. Die Polizei lässt wissen: «Trotz der allgegenwärtigen WM-Euphorie werden unsere Streifenwagen nicht mit Fanaccessoires herumkurven.»

Autor: Mike
Gadient