Drei Wochen rauchfrei, gefühlte zehn Kilogramm schwerer

Der Lifestyle-Blog von Züriost behandelt Themen rund um Körper, Seele und Stil. Heute: Wie ist die Stimmungslage von Redakorin Jennifer Furer drei Wochen nach der letzten Zigarette.

von
Jennifer
Furer
Uhr
Hypnose Entzug

Nach neun Jahren ist Redaktorin Jennifer Furer Nicht-Raucherin geworden. (Foto: Nathalie Guinand)

An alle Leute, die Wetten abgeschlossen haben, dass ich wieder anfange zu rauchen: Ich muss euch enttäuschen. Drei Wochen nach meiner Raucherentwöhnungshypnose habe ich keine einzige Zigarette mehr angefasst. Sei es an Abenden mit Freunden, beim Grillfest der Redaktion oder an warmen Tagen am See: Ich konnte widerstehen. Die Mahnungen meines Freundes, der nicht raucht, oder die Bilder einer Raucher- und Nichtraucherlunge, die meine Arbeitskollegin Lea Chiapolini an meinen Bildschirm geklebt hat, haben sicherlich Einfluss darauf gehabt.

So weit so positiv. Doch auch beim Rauchstopp können bekanntlich Nebenwirkungen auftreten. Da ist beispielsweise die Gewichtszunahme. Ich esse viel - viel mehr als während meiner Zeit als Raucherin. Essen ist meine neue Belohnung, aber auch mein Grund etwa bei der Arbeit Pausen zu machen. Um hier trotzdem noch was Positives zu platzieren: Ich arbeite viel effizienter, weil die Pausen nicht mehr alle 30 Minuten stattfinden. Wieder zurück zu den wachsenden Körpernutzflächen. Studien belegen dieses Phänomen. 4,5 Kilogramm nimmt ein Mensch durchschnittlich nach dem Rauchstopp zu. Ich habe das Gefühl, diesen Wert bereits erreicht zu haben.

Selbstverschuldet ist das, ja. Aber nicht nur: Ein Forschungsteam aus Zürich will nämlich herausgefunden haben, dass das Gewichtsplus auch auf die Veränderung der Darmflora zurückzuführen ist. Es ist schon ein wenig gemein. Da will man sich mit dem Entzug gesundheitlich etwas Gutes tun und dann entsteht eine neue Baustelle. Um diese will ich mich kümmern, aber nicht heute und auch nicht morgen. Sondern wenn ich so weit bin. Meine Seele braucht jetzt etwas Gutes. Und Essen ist gut – vor allem Traubenzuckerlollis.

Aufhören zu rauchen hat aber noch eine andere Nebenwirkung: Schlechte Laune. Nicht nur mein armer Freund, der bisher bezaubernd gelassen und mit viel Geduld reagiert hat, leidet darunter. Auch meine Arbeitskollegen bekommen meine emotionalen Ausbrüche zu spüren. Ich habe weniger Geduld, bin manchmal etwas grimmig und man merkt mir schneller an, wenn mir etwas nicht passt. Ich denke und hoffe aber, dass diese Stimmungsschwankungen verschwinden werden. Bis dahin habe ich meine Gspändli mit feiner Schokolade versorgt.

 

Autor: Jennifer
Furer

Ich war 3 jahre rauch frei habe 17 kg zugenomen, zufil für mich habe wider angefangen. freude für das gewicht nicht bin sogar leichter vor dem aufhören.

, Mo 13.08.2018 - 13:12
#2

In reply to by Petra Frei

Bei der Rechtschreibung würde ich wohl auch Raucher sein.