Bescheuert wie die Pandas

Einen auf dicke Hose machen kommt immer gut, egal ob man ein Mensch oder ein Vierbeiner ist.

von
Thomas
Bacher
Uhr

Der Grosse Panda sieht ja sooo süss aus, allerdings ist er alles andere als eine Leuchte. (Foto: Pixabay.com/Jason Goh)

So, jetzt sind sie also endlich zusammengekommen, die Herren Trump und Kim, und haben in einem Hinterzimmer verglichen, wer den grösseren (Atom-)Knopf hat. Es ist wichtig, zu wissen, wer den Grösseren hat. Da hat man gleich mal das Wesentliche geklärt und es gibt eine gemeinsame Basis, auf der man aufbauen kann. Es soll jetzt ja auch vorwärtsgehen mit der Beziehung der zwei Länder. Respekt, wirklich eine tolle Leistung!

Mich erinnert das Getue der Alphamännchen immer an die Tierwelt. Etwa an brünstige Hirsche, bei denen es letztlich auch nur darum geht, wer das grösste Geweih hat. Oder an Bisons, die zur Paarungszeit extra stinkiges Eau de Moschus absondern, um die Damenwelt zu beeindrucken. Und wer gewinnt? Der grösste Stinker natürlich. Die menschliche Version davon, also Parfüm geschwängerte Jungbullen mit Seitenscheitel, kann man jeden Samstagabend ab 22 Uhr in jedem x-beliebigen Zug nach Zürich erleben.

Grösse, Macht, Status. Menschenmännchen tragen eine goldene Uhr und fahren im tiefergelegten Benz vor, während bei den Pandas derjenige der Chef ist, der am weitesten den Baum hochpinkeln kann. Okay, das praktizieren Männer auch, aber Pandas setzen da noch einen drauf und machen dazu einen Handstand, um möglichst mächtig zu wirken. Wobei man sich fragen muss, wie dämlich diese Pandas eigentlich sind. Spazieren im Wald rum, bemerken die Urinspur ihres Konkurrenten und denken sich: «Verdammt, schon wieder dieser fünf Meter grosse Panda, da muss ich aufpassen.»

Womit wir wieder bei den mächtigen der Welt wären, respektive bei Kims «Atomprogramm» und Trumps Reaktion darauf. So langsam sollte man sich vielleicht doch Sorgen machen.

Autor: Thomas
Bacher