Vorsicht Asterix!

Oberwinterthur wird von Römern eingenommen

Das Römerfest in Oberwinterthur geht am Freitag, 15. August in die dritte Runde. Ob der Event danach noch in dieser Form stattfindet, entscheiden die Vereine im Herbst.

von
Christian
Saggese
Uhr

Die Römer sind wieder los! Ab Freitag, 17. August, bis und mit Sonntag, 19. August, findet das dritte Römerfest im Dorfkern von Oberi statt.

Nebst den bereits etablierten Gladiatorenkämpfen, Führungen und dem eigentlichen Festbetrieb gibt es einige Neuerungen in der dritten Auflage, wie OK-Präsident Andi Müller verrät.

Was fasziniert Sie persönlich an der Römerzeit?

Andi Müller, OK-Präsident: Die Römer mit ihren edlen Rüstungen übten bereits als Kind eine grosse Faszination auf mich aus. Heute interessieren mich aber vor allem die historischen Aspekte. Mir gefällt der Gedanke sehr, dass hier einst die Römer über unsere Römerstrasse wanderten.

Glücklicherweise hatten wir hier in Oberi aber keine kriegerischen Auseinandersetzungen, ein unschönerer Aspekt, der eng mit den Römern verbunden ist. Zwar wird auch heute noch mit Herzblut gekämpft, wie beim Fussball, aber glücklicherweise nicht bis zum echten Blut (grinst).

Das Römerfest war einst die Dorfet Oberi. Da diese aber nicht mehr genügend Besucher anzog, änderte man das Konzept. Seid ihr nun mit der Entwicklung zufrieden?

Besuchermässig kann man natürlich immer zulegen. Beide Jahre hatten wir bisher am Eröffnungsabend Wetterpech. Glücklicherweise konnten sonnige Samstage und Sonntage dies jeweils kompensieren. Zudem fiel uns letztes Jahr auf, dass wir viel mehr Besucher von ausserhalb Winterthurs begrüssen durften. Es wird also über das Römerfest gesprochen.

Ihr habt euch zum Ziel gesetzt, den Anlass dreimal durchzuführen und danach zu entscheiden, wie es weitergeht. Ist dieser Plan noch aktuell?

Ja. Im Herbst sitzen wir mit den Vereinen zusammen. Denn sie sind es, die die Grundidee mittragen müssen. Sollte ein Grossteil aber dafür sein, wieder zur «normalen» Dorfet zurückzukehren, werden wir diesen Schritt in Angriff nehmen.

Im ersten Jahr wurde das Römerthema noch nicht wie von euch Organisatoren erhofft umgesetzt. Letztes Jahr gab es eine deutliche Steigerung. Wird das Römerfest 2018 noch einmal römerischer?

Man kann natürlich keine Wunder erwarten. Einen Stand römisch einzurichten ist zwangsläufig mit höheren Kosten verbunden. Das kann sich nicht jeder Verein leisten. Wir haben dieses Anliegen aber dennoch nochmals bei den Teilnehmern eingebracht. Auch sonst haben wir einzelne Projekte dazu initiiert. So hat nun beispielsweise jede Festbeiz neu eine römische Flagge.

Welche Neuerungen gibt es sonst noch bei der diesjährigen Ausgabe?

Nebst den bewährten Elementen, wie der Gladiatorenarena oder unseren Live-Bands, haben wir diesmal neu die Säbelrassler bei uns, die einen Schwertkampf-Workshop für Kinder austragen. Zudem gibt es einige Elemente, wie einen Streitwagen, auf dem man sich fotografieren lassen kann.

Neu ist auch, dass Schwingclub Winterthur am Samstagnachmittag zu Gast ist. Ich weiss, nicht gerade sehr römerisch (lacht). Aber wenn wir schon 12 Kubik Sägmehl für die Arena herschleppen, können wir auch gleich solche Synergien nutzen.

Und aufgrund der Beliebtheit in den Vorjahren wird dieses Jahr die historische Führung der Kantonsarchäologen erstmals am Samstag und am Sonntag stattfinden.

Was wird Ihr persönliches Highlight?

Oh da gibt es viele. Aber ich freue mich bereits wieder auf unseren Römermarsch am Samstagabend, eine Art Parade über die Römerstrasse. Alle, die sich wie zu Römerzeiten kleiden, sind herzlich willkommen daran teilzunehmen. Treffpunkt ist um 19.45 Uhr beim Schulhaus Römerstrasse.

Römerfest Oberwinterthur

Freitag, 17. August, 19 bis 2 Uhr

Samstag, 18. August, 12 bis 2 Uhr

Sonntag, 19. August, 10 bis 22 Uhr

im Dorfkern von Oberwinterthur (Anfahrt beispielsweise mit dem Zug bis Bahnhof Oberwinterthur, dann 5 Minuten zu Fuss)

 

Autor: Christian
Saggese

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